PANNONHALMA

„Wie auf einem Königsthron schwebt Pannonhalma oberhalb der sich unten ausdehnenden Ebene, am Rande sich lang erstreckender Weinberge. Sankt Martin liegt am Fusse des Klosters mit seinen spielerischen Obstgärten.”

Zitat vom ungarischen Dichter Ferenc Kazinczy (1831)

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Region

Das Weingebiet Pannonhalma mit 650 Hektar bepflanzten Fläche gehört zu den kleinsten der 22 Weingebieten Ungarns. Die sanft hügelige Region befindet sich im Nord-Westen des Landes, südlich der Stadt Győr. Die Wetterverhältnisse sind ausgeglichen, mit mässigem Licht, Hitze und guten Niederschlägen. Der Rebbau erfolgt hauptsächlich auf über Löss und Sand entstandenem braunem Waldboden, wobei der Boden in jeder Schicht aller Weinberge alkalisch, also von hohem Kalkgehalt ist.

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Rebsorten

Fläche: 3.944 Hektar

Meist weisse Reben: Olaszrizling (Welschriesling), Rheinriesling, Chardonnay, Tramini (Gewürztraminer), Sauvignon Blanc. Rote Reben: Merlot, Cabernet Franc, Pinot noir

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Tradition

Die sich im Jahre 996 auf dem Heiligen Sankt Martin Berg, über ein kleines Dorf genannt Pannonhalma, angesiedelten Benediktinermönche standen von Beginn an immer in engem Kontakt mit dem Weinbau und der -Fertigung, was in der Region sogar aufs Zeitalter der Römer zurückgreift. Jahrhundertelang übten sie die Reb- und Weinkultur der jeweiligen Epoche auf höchstem Niveau aus. Am Anfang der 1900-er Jahre mögen die Besitztümer der Erzabtei etwa 100 Hektar in der direkten Umgebung von Pannonhalma ausgemacht haben, wobei das Kloster auch über Weinberge in Somló und Tokaj-Hegyalja verfügte. Bereits damals wurden die Weiss- und Rotweinsorten in Flaschen verkauft, die auch über die historischen Grenzen geliefert wurden.