Eger

Berühmt wurde das Weinbaugebiet Eger durch das Egri Bikavér, „Egri Stierblut“, einen kräftigen, erdigen, dunklen Rotwein, der heutigen Flaggenwein des Weingebiets.

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Region

Das Anbaugebiet und der Namensgeber Barockstadt Eger liegen im Nordosten Ungarns, an den Südhängen des Bükk-Gebirges, unweit der Grenze zur Slowakei und auch nur einen Katzensprung vom Anbaugebiet für den berühmten Tokajer entfernt. Das Klima ist kühl, mit wenig Niederschlag und langem Winter, der Frühling trifft relativ spät an, wodurch sich die Vegetationszeit verkürzt. Umso erstaunlicher, dass hier derart kräftige und aromatische Weine entstehen, die bei Blindverkostung in Bordeaux mit Goldmedaillen  ausgezeichnet werden. Der Boden ist mehrheitlich Riolittufa, weniger Tonschiefer und brauner Waldboden.

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Rebsorten

Fläche: 22.162 Hektar

Weisse Reben: Leányka (Mädchentraube), Olaszrizling (Welschriesling), Hárslevelű (Lindenblättliger), Muscat Ottonel, Chardonnay. Rote Reben: Kékfrankos (Blaufränkisch), Merlot, Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon, Pinot Noir, Portugieser (Blauer Portugieser), Kadarka.

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Tradition

Das Stierblut wird von mehreren Sorten Rotwein nach festgesetzten Mischverhältnissen hergestellt, wodurch als Ergebnis, eine dunkelrote, körperreiche, milde Rotweinsorte entsteht, die mit ihrem charakteristischen Duft und Bukett vollkommen harmonisch ist. Die tiefdunkle, granitrote Farbe ist unentbehrliche Grundvoraussetzung.  Als Basiswein wurden traditionell Kadarka-Varianten genommen, heute ist mehrheitlich der Blaufränkisch. Das Stierblut ist der erste ursprungsgeschützte Wein in Ungarn. Die Berggemeinschaft hat 1997 den "Bikavér Codex" geschaffen.